Dentalhygiene Zahnperlen

Dentalhygiene

Downloads/Presse
Karin Flückiger - Barrer Franziska Maag - Barrer
Milchzähne
Milchzähne

 

Bedeutung der Milchzähne
 
Die Bedeutung der Milchzähne wird oft unterschätzt. Werden bereits die Milchzähne sorgsam gepflegt, steigen die Chancen auf gesunde Zähne im Alter. Für die richtige Einstellung zu den Zähnen und deren Pflege sind positive und schmerzfreie Erfahrungen in jungen Jahren sehr wichtig.
Die ersten Zähne erfüllen eine Platzhalterfunktion für die nachfolgenden Zähne. Gehen diese frühzeitig verloren, können Fehlstellungen die Folge sein. Eine wichtige Funktion übernehmen die Frontzähne zudem auch betreffend der Bildung und Entwicklung der Sprache. Schmerzende und/oder fehlende Zähne können bei Kindern zu einem veränderten Ess- und Kauverhalten führen. Die Kinder weichen aus und gewöhnen sich falsche Ess- und Bewegungsmuster an. Gesunde und schmerzfreie Zähne fördern eine gesunde Einstellung zur Mundhöhle und deren Pflege. 
 
Karies führt zu Zahnverlust bei Kindern
Karies ist nicht angeboren. In der Regel brechen die Zähne gesund durch. Ungenügende Mundhygiene und schlechte Essgewohnheiten gelten noch immer als die wichtigsten Verursacher von Karies. Nicht einfacher macht es die Tatsache, dass Milchzähne und auch frisch durchgebrochene Zähne anfälliger auf Karies sind. Die in den Lebensmitteln enthaltene Stärke, vor allem der Zucker, dient den Bakterien in der Mundhöhle als Nahrung. Durch die daraus entstandene Säure wird der Zahnschmelz entkalkt. Wenn die Milchzähne nicht regelmässig gereinigt werden, führt die Säure über längere Zeit zu Karies. Nicht die Menge des eingenommenen Zuckers ist entscheidend, sondern vielmehr die Häufigkeit, wie oft Zucker konsumiert wird. Das Kariesrisiko wird durch häufige Einnahme von süssen Zwischenmahlzeiten oder Süssgetränken erheblich gesteigert.
 
Täglicher Kampf gegen Karies
Es gibt einige wichtige Grundregeln, die es zu befolgen gilt, um das Kariesrisiko bei Kindern zu senken:
  • Ungesüsste Schoppenmahlzeiten und Breie sind zu bevorzugen. Das Angebot an zuckerfreien Schoppenmahlzeiten und Breien ist jedoch sehr gering.
  • Den Kindern unterschiedliche und abwechslungsreiche Geschmacksrichtungen anbieten.
  • Kleingeschnittene Frucht- und Gemüsestücke eignen sich für Kinder als ideale Zwischenmahlzeit.
  • Süsse Zwischenmahlzeiten vermeiden.
  • Keine gezuckerten Getränke wie Tee, Sirup, Obst- und Vitaminsäfte, Malz- und Kakaogetränke gegen den Durst geben. Besonders gefährlich sind diese gesüssten Getränke während der Nacht.
  • Dauernuckeln, auch an der Brust, soll gemieden werden.
  • Den Schnuller nie in Honig oder Zucker stecken.
  • Produkte, die das Zahnen erleichtern, müssen zuckerfrei sein. Lieber einen gekühlten Beissring anbieten, wenn das Kind Beschwerden hat. Ein gutes Mittel gegen Zahnen ist, den Kopf während dem Schlafen erhöht zu lagern.
  • Optimale und konsequente Mundhygiene anbieten.
  • Schnuller und Essbesteck nicht abschlecken.
  • Nicht mit Süssigkeiten trösten und belohnen; ein ernsthaftes und lieb gemeintes «Drückerchen » hilft dem Kind ein x-faches mehr.
Mundhygiene im Kindesalter
Während dem Durchbruch der Milchzähne sind die Babys empfindlich. Sind die Zähne mehrere Millimeter herausgewachsen, kann die Pflege beginnen. Die Milchzähne sollen mit einem feuchten, weichen Tuch, einem feuchten Ohrenstäbchen oder einer weichen Kinderlernzahnbürste gereinigt werden. Weil Kinder die Zahnpasta schlucken, empfiehlt sich der Einsatz von Kinderzahnpasta mit höchstens 250 ppm Fluorid. Bis zum zweiten Lebensjahr wird eine kleine Dosis (erbsengross) Zahnpasta maximal 1 Mal täglich, ab dem zweiten Lebensjahr 2 Mal täglich empfohlen. Die Zähne sollen täglich gereinigt werden, damit dieser Prozess für das Kind zur Routine und Selbstverständlichkeit wird. Ebenso empfiehlt es sich, wenn das Kind den Eltern bei deren Mundhygiene zuschauen kann. Währenddessen das Kind zuschaut, können die Eltern ihm eine weiche Zahnbürste zum Spielen geben. Das Kind wird die Bewegungen der Eltern nachmachen. Für eine gründliche Reinigung der Kinderzähne ist es indes ratsam, dass die Eltern die Bürste führen. Erst mit zunehmendem Alter sind Kinder fähig, ihre Zähne selbstständig zu reinigen. Bis zum sechsten Lebensjahr soll Kinderzahnpasta verwendet werden, wenn möglich ohne süsse Aromen. Eine sorgfältige Mundhygiene im Kindesalter bildet den ersten und wichtigen Schritt zu einem gesunden Lachen das ganze Leben lang.

Quelle: Dentalhygienists
Dentalhygienepraxis - Gesundheitszentrum Jura Süd - Anternstrasse 22 - 4704 Niederbipp - 032 633 71 10 - www.zahnperlen.ch